Die Gesetze der menschlichen
Gesellschaft wirken zwar in gewisser Weise wie Naturgesetze.
Allerdings kann - so wie bei den Fallgesetzen Newtons die Erde (und
der Gravitations-Gegenkörper) vorhanden sein muss - ein
„gesellschaftliches Gesetz“ nur durch das Handeln von Menschen in
der Gesellschaft existieren und funktionieren. Das aber ist wiederum
nicht ohne ein bestimmtes Bewusstsein zu haben. Und das sind
Beziehungen, die nicht der Schulmathematik entsprechen, weil das
Handeln von Gruppen die Gesamtheit des Handelns der dazu gehörenden
Menschen ist und jedes einzelne Bewusstsein durch mehr Faktoren
beeinflusst wird, als für den konkreten Einzel-Fall relevant wären.
Freitag, 12. April 2013
Mittwoch, 10. April 2013
Geschichtsdialektik
Dialektik
ist Weltsicht in Zusammenhängen. Alles ist Gewordenes (und
Vergehendes) und steht in Wechselwirkung mit der „restlichen“
materiellen Welt. Das Materielle in der menschlichen Gesellschaft
sind seine wirtschaftlichen Beziehungen, die aus dem
Entwicklungsstand der „Produktivkräfte“ erwachsen: Die Menschen
treten in „Verkehrsverhältnisse“ zueinander – und zwar so, wie
die technischen Möglichkeiten einer Produktion entwickelt sind. Wenn
wir also wissen, wie viel und vor allem wie produziert wird in einer
Zeit, wissen wir schon fast alles. Zumindest machen wir Fehler, wenn
wir diesen Aspekt nicht mit betrachten.
Diese Verhältnisse … sind ... auch
noch so da, wenn die technischen Bedingungen der Produktion sich
längst weiterentwickelt haben. Marx nannte sie dann zu sprengende
Fesseln ...
Montag, 8. April 2013
Geschichte 3
Zum Verständnis, wie wir in die
Zukunft blicken können, brauchen wir die
Gesellschaftswissenschaften. Wir brauchen sowohl etwas Philosophie
als auch politische Ökonomie als auch eine Lehre, wie die künftige
Gesellschaft aussehen sollte und wie man dorthin kommen kann - früher
unter Marxisten „wissenschaftlicher Kommunismus“ genannt. Wir
brauchen den „dialektischen und historischen Materialismus“.
Dessen philosophischen Kern würde ich am kürzesten so beschreiben:
Alles, was existiert, ist materiell und
insoweit erkennbar (nur evtl. noch nicht erkannt) und dementsprechend
veränderbar. Unser Bewusstsein spiegelt das Materielle wider,
verändert es aber auch dabei.
Samstag, 6. April 2013
Geschichte 2
Nach meinem Verständnis ist diese
größte Katastrophe der jüngeren Menschheitsgeschichte die
Niederlage der Novemberrevolution in Deutschland. Hoffentlich liegt
das nur daran, dass ich eben Deutscher und damit gewohnt bin, in
meiner Heimat den Mittelpunkt des Universums zu sehen.
Der „Sieg“ der russischen
Oktoberrevolution, genauer: die Art, in der er nur möglich geworden
und in der bereits der Keim für sein Ende enthalten war, krankte
nämlich am deutschen Scheitern.
Donnerstag, 4. April 2013
Geschichte
Geschichte verläuft insgesamt nach „Gesetzen“. Dass es gekommen ist, wie es dann wirklich kam, lässt sich mit ihnen begründen. Das ändert nichts daran, dass es an vielen Punkten in einigem hätte anders kommen können, der ganze Rest in andere, auch vernünftig zu begründete Bahnen eingeschwenkt wäre, von denen manche uns wesentlich besser getan hätten.
Dienstag, 2. April 2013
Wunsch 2
Fangen wir an! Suchen wir die Stelle,
von der aus wir nicht nur die vorhandene Welt in Frage stellen,
sondern über ihren Tellerrand hinaus denken. Wer sich beschwert,
meine „Philosophie“ reiche nur für einen Stammtisch, … dem
sage ich, setz´ dich doch dazu! Philosophiert mit mir gemeinsam. Nur
weil ich Wasser trinke, braucht ihr euch ja das Bier nicht zu
verkneifen. Also Prost! Denken wir uns die Welt neu! Und dann machen
wir sie uns so … Denn wie schon Konfuzius vor über 2500 Jahren
sagte: „Wenn der Mensch nicht über das nachdenkt, was in ferner
Zukunft liegt, wird er das schon in naher Zukunft bereuen“ ...
Sonntag, 31. März 2013
Wunsch
Ich wünsche
mir die freieste, individuellste, menschlichste Gemeinschaft, die
sich Menschen zum Zusammenleben gestalten können.
Es graust mich davor, was passieren
wird, wenn wir nicht rechtzeitig anfangen, sie zu schaffen:
Wahrscheinlich vernichten wir unsere Existenz. Da muss man doch etwas
tun …
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